Vorteile

Warum nachhaltig unterwegs sein?

Viele Schülerinnen und Schüler legen ihren Schulweg und ihre Freizeitwege am Nachmittag nicht selbständig zurück. Häufig fahren sie die Eltern mit dem Auto. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Im Allgemeinen nimmt der PKW-Verkehr immer mehr zu. Außerdem wird der Straßenverkehr aus Sicht der Eltern immer gefährlicher. Für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen und für ihren späteren Umgang mit Mobilität gibt es aber viele Gründe, ihre Wege möglichst selbständig und mit Verkehrsmitteln des Umweltverbundes zurückzulegen – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Nicht umsonst war Mobilität auch Jahresthema  der UN-Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Mobilitätserziehung an Schulen deckt eine ganze Bandbreite von Aspekten ab. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, ihre Mobilitätsbedürfnisse wahrzunehmen. Gleichzeitig sollen sie in der Lage sein, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen – unter Berücksichtigung vieler, teils widersprüchlicher Aspekte. Zu nennen sind Umweltbelange, Ressourcenverbrauch oder Kosten.

Alle im Straßenverkehr profitieren

Von nachhaltiger Mobilität profitieren alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer. Regelmäßige Bewegung – ob zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller – ist gesund. Sie stärkt die Abwehrkraft, beugt Herz-Kreislauferkrankungen, Haltungsschäden und Übergewicht vor und macht Alt und Jung Spaß. Außerdem schulen Kinder und Jugendliche ihre motorischen Fähigkeiten und nehmen ihre Umgebung aktiver wahr, wenn sie den Schulweg aus eigener Kraft bewältigen. Dadurch lernen sie, sich selbständig und sicher im Verkehr zu bewegen.

Der Schulweg bietet aber auch Raum für persönliche Erlebnisse: Es werden Kontakte geknüpft und gepflegt – eine gute Übung für das Sozialverhalten. Lehrkräfte wissen Kinder und Jugendliche zu schätzen, die sich nicht im Unterricht austoben müssen, sondern sich auf dem Schulweg bewegen. Dadurch können sie sich besser konzentrieren und sind lernfähiger.

Auch die Schule und das direkte Umfeld spüren die positiven Auswirkungen nachhaltiger Mobilitätsprojekte. Weniger „Autobringverkehr“ erhöht gleichzeitig die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Schule kommen.