Hausmeisterin und Hausmeister: Werden Sie aktiv!

Strom sparen

Energiesparlampe

Beim Stromverbrauch einer typischen Schule ohne größere Lüftungsanlagen dominiert mit etwa 60 % die Beleuchtung. Die nächstgrößeren Verbraucher sind die Heizungspumpen, dann die Haushalts- und Bürogeräte.

Die Aufgabe der Hausmeister ist es nicht, nach Schulschluss durch das Gebäude zu gehen und die Beleuchtung zu kontrollieren oder auszuschalten. Auf Dauer kann dies sehr frustrierend sein. Vielmehr sollten die Schülerinnen und Schüler und die Lehrerinnen und Lehrer selbst daran denken, das Licht auszuschalten. Eine Merkhilfe ist die Markierung der Lichtschalter. Öffentlichkeitswirksame Aktionen steigern das Bewusstsein zusätzlich.

In einigen Schulgebäuden ist ein Teil der Beleuchtung aber nur für den Hausmeister zum Beispiel über Schlüsselschalter ein- und ausschaltbar. Häufig ist das in den Fluren der Fall. Hier sollte gemeinsam mit der Schulleitung und dem Kollegium überlegt werden, ob es nicht möglich ist, während der Unterrichtszeit die Beleuchtung auszuschalten. In vielen Gebäudeteilen wie in Sanitärräumen oder Fluren wird das Licht immer nur für kurze Zeiträume benötigt. Hier bieten sich Zeitschaltuhren an.

Beleuchtungsstärke

Für die Gebäudeteile einer Schule wie Klassenräume, Flure, Sporthallen etc. gibt es unterschiedliche gesetzliche Vorgaben für die Beleuchtungsstärke. Mit Hilfe eines Luxmeters kann überprüft werden, ob diese Vorgaben eingehalten werden. Schalten sie die Beleuchtung 10 Minuten vor der Messung ein. Messen Sie die Beleuchtungsstärke bei Dunkelheit oder vollständiger Abdunkelung an Rasterpunkten (Abstand 1 m) mit einem Luxmeter (Klassenräume in 85 cm Höhe, Flure in 20 cm Höhe). Bilden Sie den Mittelwert (Toleranz = 0,8 bis 1,2 mal dem Anforderungswert).

Wenn es zu hell ist, können Lampen (teilweise) entfernt werden. Oft gibt es solche Einsparpotenziale im Treppenhaus und Flurbereich, dem Kartenraum und in weiteren Neben- oder Vorbereitungsräumen.Wenn es teils zu dunkel ist, sollten zunächst Lampen, Abdeckungen, Wannen und Reflektoren gereinigt werden. Danach messen Sie die Beleuchtungsstärke erneut.

Energiesparlampen und LED

Es gibt verschiedene Lampentypen mit unterschiedlich hohem Stromverbrauch. Energiesparlampen (korrekt: Kompaktleuchtstofflampen) verbrauchen für die Erzeugung der Lichtmenge einer Glühlampe nur ein Fünftel der Strommenge. Noch effizienter sind LED-Lampen, die keine Nachteile wie langsamere Helligkeit oder Flackern mehr besitzen. Sie verbrauchen am wenigsten Energie. Hier gibt es Förderprogramme des Bundes, die den Einbau effizienter Leuchten und Lampen unterstützen.

Der Betrieb von Lüftungsanlagen und Kühlschränken kann besonders viel Strom verbrauchen. Bei der Lüftung ist zu klären, ob die Anlage überhaupt benötigt wird. Bei Kühlschränken ist die Standortwahl und die notwendige Anzahl an Geräten zu untersuchen.

Viele elektrisch betriebene Geräte verbrauchen im Bereitschaftszustand („Stand-By") unnötig Strom. Durch Zeitschaltuhren und abschaltbare Steckerleisten können diese Verluste minimiert werden.

Lastspitzen einer Schule

Strom verbrauchende Geräte, deren Nutzung nicht auf bestimmte Zeiten festgelegt sind, sollten grundsätzlich nur zu verbrauchsarmen Zeiten (z. B. nachts) genutzt werden. Mit Hilfe einer Lastgangmessung lassen sich Stromsparpotenziale ermitteln. Es zeigt sich, wo Lastspitzen zu finden sind. Lastspitzen sind die Zeiten, an denen der meiste Strom verbraucht wird.

Heizungspumpen stellen einen weiteren großen Verbraucher dar. Ältere Modelle können durch den Einbau neuer Pumpen über 50 Prozent Strom einsparen. Auch dadurch wird die Lastspitze gesenkt. Dies muss aber der Schulträger veranlassen. Auf jeden Fall sollten die Heizungspumpen beim Schulrundgang mit Fachleuten unter die Lupe genommen werden.