Globale Herausforderung

Weltweiter Klimaschutz – die Meilensteine

Der Klimawandel stellt mit all seinen Ursachen und Folgen eine globale Herausforderung dar. Deshalb ist es unvermeidlich, international nach Lösungen zu suchen und dabei miteinander zu kooperieren.

1992 wurde auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro die Klimarahmenkonvention ins Leben gerufen. Es ist das erste Abkommen, das den Klimawandel als ernstes, globales Problem anerkennt. Das war der Startschuss für eine Reihe weiterer Konferenzen, die als Konferenz aller Vertragsstaaten (= diejenigen Staaten, die die Konvention ratifiziert haben) –englisch: Conference of the parties (COP) – in der Regel einmal jährlich stattfinden.

Eine wichtige Zwischenetappe war die Formulierung und spätere Ratifizierung des Protokolls von Kyoto. Es wurde 1997 als Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen beschlossen und 2005 in Kraft gesetzt. Das Kyoto-Protokoll legte erstmals völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern fest.

COP 21: Erstmals internationaler Klimavertrag abgeschlossen

Auf der COP 21, der Weltklimakonferenz in Paris, wurde erstmals ein internationaler Klimavertrag abgeschlossen, der alle Staaten zum Klimaschutz verpflichtet. Kernpunkt ist die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius, möglichst 1,5 Grad Celsius. Die globalen Treibhausgasemissionen müssen bis zur Mitte des Jahrhunderts auf Null zurückgefahren werden.

Noch vor Paris wurde im Mai 2015 von Baden-Württemberg und Kalifornien das regionale Klimaschutzbündnis „Under2MoU“ ins Leben gerufen. Dabei bekennen sich Bundesländer und -staaten, Städte und Regionen, das 2-Grad-Ziel einzuhalten.