Vor Ort

Regionaler und nationaler Klimaschutz

Klimaschutz in den Kommunen

Städte und Gemeinden können in ihren eigenen Gebäuden (Schulen oder Verwaltungsgebäude) beim Energiesparen mit gutem Beispiel vorangehen. Zudem können sie ihre Bürger mit Hilfe vieler verschiedener Maßnahmen zu einem sinnvollen Umgang mit Energie motivieren.

Viele Städte und Gemeinden haben sich in Sachen Klimaschutz hohe Ziele gesetzt. Über 1500 Städte, Gemeinden und Landkreise in Europa sind seit seiner Gründung 1990 dem Klimabündnis „Alianza del Clima“ beigetreten. Nachdem diese Klimabündnis-Kommunen zunächst sehr ehrgeizige Ziele aufgeben mussten, sollen nun (Beschluss Mai 2006) alle 5 Jahre die CO2-Emissionen um 10 % reduziert werden. Das würde einen wichtigen Meilenstein in der Verringerung der Pro-Kopf-Emissionen bis 2030 bedeuten.

Auf internationaler Ebene haben sich mehr als 1200 Kommunen der International Council for Local Environmental Initiatives (ICLEI) angeschlossen, die sich in allen Ländern der Erde für den Klimaschutz auf kommunaler Ebene stark macht.

Klimaschutz im Land Baden-Württemberg

Seit dem 31. Juli 2013 ist in das Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes in Baden-Württemberg in Kraft. Das Land legt damit eine klare Reduktion von CO2-Emissionen fest: Bis 2020 sollen die Werte um mindestens 25 % und bis 2050 sogar um 90 % im Vergleich zum Jahr 1990 gesenkt werden.

Förderprogramme wie „Klimaschutz-Plus“ unterstützen Kommunen, Unternehmen und Vereine bei der Umsetzung von klimaschützenden Maßnahmen wie etwa der energetischen Gebäudesanierung. Im Rahmen des Klimaschutzpaktes wurden zudem neue Förderangebote beim Programm Klimaschutz-Plus vereinbart. Im Klimaschutzpakt engagieren sich mit Unterstützung der Landesregierung 221 Kommunen (Stand: Juni 2017). Sie bekennen sich zur Vorbildwirkung der öffentlichen Hand beim Klimaschutz und zu den Zielen des Klimaschutzgesetzes.

Darüber hinaus hat die Regierung ein integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept (IEKK) vorgestellt, mithilfe dessen die im Klimaschutzgesetz festgelegten Ziele erreicht werden sollen. Dafür werden konkrete Auflagen genannt: Bürger sollen zum Beispiel stärker verpflichtet werden, selbst zur Umsetzung des Klimaschutzes beizutragen.

Im Jahr 2015 initiierte Baden-Württemberg zusammen mit dem amerikanischen Bundesstaat Kalifornien das regionale Klimaschutzbündnis „Under2MoU“. Die Unterzeichner bekennen sich dazu, die Erderwärmung auf 2 Grad und ihren Treibhausgasausstoß auf zwei Tonnen pro Kopf zu begrenzen. Ende 2016 hatten bereits 165 Städte und Regionen, die über eine Milliarde Menschen repräsentieren, das Memorandum unterzeichnet.

Klimaschutz in Deutschland

Der Klimaschutz in Deutschland ist mittlerweile fest in Politik und Gesellschaft verankert. Seit den ersten Klimagesetzen innerhalb des Kyoto-Protokolls 1997 ist die Reduktion von Treibhausgasen stark forciert worden.

Ziel der Bundesregierung ist es, die Emissionen bis 2020 um 40 % und bis 2050 um 80 bis 90 % im Vergleich zum Jahr 1990 zu reduzieren. Wie im Energiekonzept 2010 schon in groben Zügen niedergeschrieben worden ist, soll dies durch den Ausbau von erneuerbaren Energien und einer erhöhten Energieeffizienz geschehen.