Klima

Klimaforschung

Zahlreiche Wissenschaftler arbeiten in Deutschland und weltweit daran, die komplexen Zusammenhänge des Klimawandels in Form von Klimamodellen darzustellen, Einflussfaktoren zu benennen, Folgen abzuschätzen und Lösungen für einen Schutz des Weltklimas zu erarbeiten.

Klimaforschung in Baden-Württemberg

Zwar handelt es sich beim Klimawandel um ein globales Phänomen, aber die Auswirkungen sind auch auf regionaler Ebene sichtbar. Aus diesem Grund erforscht das Land Baden-Württemberg seit längerem den Klimawandel und seine regionalen Auswirkungen. Im Jahr 1999 startete Baden-Württemberg gemeinsam mit Bayern und dem Deutschen Wetterdienst das Projekt KLIWA (Klimawandel und die Konsequenzen für die Wasserwirtschaft). Für den Zeitraum 2021 bis 2050 wurden mögliche Konsequenzen der Klimaveränderungen auf den regionalen Wasserhaushalt erforscht. 2001 hat das Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg das Forschungsprojekt KLARA (Klimawandel – Auswirkungen, Risiken und Anpassung) ins Leben gerufen, in dem die Folgen des weltweiten Klimawandels für Baden-Württemberg untersucht wurden.

Neben den regionalen Auswirkungen und Risiken wurde auch überlegt, welche Anpassungsstrategien (z. B. im Bereich der Landwirtschaft und im Gesundheitsschutz) für Baden-Württemberg möglich sind, um Folgen des Klimawandels aufzufangen. Das KLARA-Projekt wurde federführend vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung bearbeitet und in Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) durchgeführt. Im Zeitraum von 2006 bis 2010 wurde das Forschungsprogramm Herausforderung Klimawandel Baden-Württemberg durchgeführt.

Außerdem veröffentlichte das Land 2006 den Klimaatlas Baden-Württemberg, in dem das Klima und die Klimaentwicklungen für den Zeitraum von 1971 bis 2000 beschrieben wurden. Das aktuelle Projekt KLIMOPASS (Forschungsprojekt Klimawandel und modelhafte Anpassung) startete 2011.

In der Broschüre Klimawandel – Fakten, Folgen, Perspektiven aus dem Jahr 2012 sind die Ergebnisse der unterschiedlichen Forschungsprojekte zusammengetragen. Sie führt die Auswirkungen der Klimaänderungen für Baden-Württemberg vor Augen.

Klimaforschung in Deutschland

Folgende Einrichtungen beschäftigen sich in Deutschland mit dem Thema Klimaforschung. Genaue Informationen über deren Arbeit und Fortschritte erhalten Sie auf den jeweiligen Homepages:

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI-M) in Hamburg

Deutsches Klimarechenzentrum (DKRZ) in Hamburg

Alfred-Wegener-Institut für Meeres- und Polarforschung in Bremerhaven

Weltweite Klimaforschung

Auf internationaler Ebene haben die Vereinten Nationen gemeinsam mit der World Meteorological Organization (WMO) ein Expertengremium, das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) eingesetzt, das sich mit den möglichen Folgen einer Klimaveränderung beschäftigt. In regelmäßigen Abständen (ca. alle 5 Jahre) wird ein Bericht veröffentlicht, der die Ergebnisse und Lösungsansätze von verschiedenen Arbeitsgruppen beinhaltet. Das IPCC stellt keine eigenen Forschungen an, sondern nutzt die bereits veröffentlichte Literatur.

Im fünften Sachstandbericht des IPCC aus dem Jahr 2014 warnen mehrere hundert Wissenschaftler aus aller Welt davor, dass der Meeresspiegel weitaus drastischer ansteigen könnte als bisher angenommen, nämlich um 26 bis 82 Zentimeter. Im vorherigen Bericht aus dem Jahr 2007 waren sie noch von einem Anstieg um 18 bis 59 Zentimeter ausgegangen. Auch das Erreichen des Zwei-Grad-Ziels ist laut Autorinnen und Autoren nur möglich, wenn die CO2-Emissionen weltweit um zwei Drittel bis zum Jahr 2050  heruntergefahren werden.

Datenbank

Unterrichtsmaterial

Hier finden Sie Unterrichtsvorschläge und Arbeitsmaterialien für Ihren Schulunterricht zum Thema Klima.

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