Hausmeisterin und Hausmeister: Werden Sie aktiv!

Heizenergie sparen

Heizenergie sparen

Die richtige Raumtemperatur und eine optimale Regelung der Heizung sind entscheidend, um im Wärmebereich Energie zu sparen. Außerdem wichtig: Die Heizung sollte auf die Nutzungszeiten der Schule eingestellt sein. Denn eine Schule wird nicht 24 Stunden am Tag genutzt.

Einen wichtigen Beitrag zur effizienten Energienutzung liefern angepasste Raumtemperaturen. Liegt die durchschnittliche Temperatur des Schulgebäudes nur 1 Grad höher, werden etwa 6 Prozent mehr Energie verbraucht als im ursprünglichen Zustand.

Folgende Raumtemperaturen haben sich als sinnvoll erwiesen:

  • 22 °C Umkleideräume, Dusch- und Waschräume
  • 20 °C Unterrichtsräume, Lehrerzimmer, Büro- und Verwaltungsräume, Aulen, andere Aufenthaltsräume
  • 17 °C Sporthallen (Schulsport)
  • 15 °C Sporthallen (Vereinssport), Flure, WC, Treppenhäuser, Garderoben, Pausenhallen
  • 12 – 15 °C Werkstätten

Sind die Thermostatventile richtig eingestellt, heizt die Heizung nur so viel, wie für eine angenehme Raumtemperatur tatsächlich benötigt wird. Im Thermostatventil befindet sich ein „Thermometer“, welches das Ventil der Heizung öffnet oder schließt. Wenn es von Raumluft umströmt wird, kann es den Heizkörper korrekt regeln. Deshalb ist es auch wichtig, die Thermostatventile beim Stoßlüften ganz zu schließen. Fällt nämlich kalte Außenluft auf das Thermostat, öffnet es das Ventil zum Heizkörper ganz, um den vermeintlich kalten Raum aufzuheizen.

Die Thermostatventile können von Schülern und Lehrern nur richtig bedient werden, wenn die Funktionsweise verstanden wird. In den meisten Schulgebäuden sorgt eine Einstellung zwischen 2 und 3 für eine Raumtemperatur von etwa 20 bis 21 Grad Celsius. Durch die Regelung der Heizung sollen die Thermostatventile nach Schulschluss auch nicht auf 0 oder * gestellt werden. 

Wenn die Heizung richtig eingestellt wird, spart die Schule viel Energie ein, ohne dass die Nutzer es wahrnehmen. Deshalb sollte der Hausmeister die Heizung mit den Nutzungszeiten abgleichen und anpassen. Heizungspumpen sind oftmals schon optimiert, sollten aber überprüft werden. 

Die Heizkurve bestimmt die Vorlauftemperatur des Heizwassers, die von der Außentemperatur abhängt. Die Heizkurve kann von Gebäude zu Gebäude und von Heizungsanlage zu Heizungsanlage verschieden liegen. Die richtige Heizkurve für ein Gebäude kann der Hausmeister erst im Laufe der Zeit herausfinden. Dafür beobachtet er sorgfältig, ob die Räume immer ausreichend warm, aber auch nicht überheizt sind.

Die Auslegung der Heizanlage wird üblicherweise so vorgenommen, dass am kältesten Tag eine Spreizung von 15 °C zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur anliegt. Bei der Einstellung der Heizkurve ist die Zusammenarbeit mit dem Hochbauamt wichtig.

Bei modernen Kesseln ist das zentrale Regelgerät zur Vorlauftemperaturregelung bereits Standardbestandteil des Heizkessels und passt die Heizwassertemperatur an die jeweilige Außentemperatur an. Außerhalb der eingestellten Nutzungszeiten schaltet das Regelgerät automatisch auf niedrigere Temperaturen um oder den Heizkessel ganz ab.

Beste Voraussetzung für den sparsamen Heizenergieverbrauch eines Schulgebäudes ist eine gute Wärmedämmung. Gerade bei älteren, schlecht gedämmten Gebäuden geht viel Energie über die Außenwände, das Dach und die Fenster verloren. Eine nachträgliche Wärmedämmung ist zwar wirtschaftlich, aber zunächst mit hohen Investitionskosten verbunden. Auch einige weniger aufwändige Maßnahmen können helfen, den Heizenergieverbrauch zu vermindern:

  • Dämmung der Rohrleitungen

  • Austausch defekter Fensterdichtungen und Türdichtungen

  • Überprüfung der automatischen Türschließer

Darüberhinausgehende Wärmedämm-Maßnahmen müssen mit dem Schulträger abgesprochen und von diesem initiiert werden. Es existieren attraktive Fördermöglichkeiten der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums und des Klimaschutz-Plus-Programms des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.